In der letzten Zeit konnte eine sehr schlechte Entwicklung der isländischen Krone festgestellt werden. Diese Entwicklung ging so weit, dass die Währung sehr stark an Kursstärke verlor und somit auch das Vertrauen der Spekulanten in diesem Bereich verloren ging. Der Grund ist natürlich wie vielerorts in der gegenwärtigen Finanzkrise zu suchen, welche bisher imstande war, einige Volkswirtschaften auf der Welt stark zu erschüttern. Nun soll im Gegenzug zu dieser sehr nachteiligen Kursschwächung der Devisenhandel so weit als möglich stabilisiert und wieder angekurbelt werden. Zu diesem Zweck sind einige Änderungen im isländischen Finanzsystem, auf den Devisenhandel bezogen, geplant. Der Geldverkehr soll durch eine Lockerung der Gesetze wieder vermehrt werden, so die isländische Zentralbank. Jedoch so lange der Devisenhandel noch nicht stark genug geworden ist, soll die Vergabe von Krediten an Banken unter verstärkter Aufsicht stehen und nach strengeren Auflagen abgewickelt werden. Ein weiterer Kurssturz ist wohl nach den in Aktion tretenden Lockerungen von Gesetzen und Auflagen nicht unwahrscheinlich, doch sollte dieser nur von kurzer Dauer sein und sich rasch wieder erholen. Eine weitere Maßnahme des isländischen Parlaments ist die Beschränkung des Devisenabflusses ins Ausland. Dies soll ebenso zur Stärkung der isländischen Krone beitragen. Diese Aktionen von Parlament und Zentralbank in Island sind kaum verwunderlich, betrachtet man die isländische finanzielle Situation im Vergleich zum europäischem Raum. Island hat wohl derzeit am schlimmsten getroffen, was sich wohl am meisten in den gegenwärtigen Kursverlusten niederschlägt. Island stand und steht kurz vor einem Supergau im Bereich der Wirtschaft und seinem Finanzsystem. Aus diesem Grund war der schnelle Eingriff der Regierung nötig, um schlimmeres zu vermeiden. So wurden im Zuge der Pleitewelle isländische Banken verstaatlicht. Dabei wurde auch finanzielle Hilfe aus dem Ausland in Anspruch genommen. Der Internationale Währungsfonds(IWF) trat ganz nach seiner Manier als Helfer ein und stützte die isländische Wirtschaft mit einer Finanzspritze von mehr als zehn Milliarden US-Dollar. Dabei beteiligten sich auch einige europäische Nationen. Die Erwartungen der Helfer sowie der Anleger sind sehr hoch. Denn, sollte sich Island in der nächsten Zeit erholen und seinem Währungskurs zu mehr Stärke und Stabilität verhelfen, könnten sich in nicht all zu langer Zeit wieder Investitionen in die isländische Krone sehr rentieren.

 

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29. November 2008