Die letzten Tage waren an einigen Stellen recht profitabel für die Aktienanleger. Doch die Experten gehen davon aus, dass dieser Trend so nicht anhalten wird. Einer der Anlagestrategen des über Jahrzehnte hinweg erfolgreichen Warburg Fonds verwies dabei auf die noch immer optimistischen Einschätzungen der weiteren Entwicklungen der Unternehmen, die er so nicht sieht. Er geht von Einbrüchen von bis zu 25 Prozent der derzeitigen Unternehmensgewinne aus.

Darüber hinaus sind sich die Forex Broker unter den Börsianern mit den Aktienhändlern ausnahmsweise einmal einig, dass die Statistik beweist, dass die Indizes Ende November schon häufiger fast unerklärliche Kurssprünge nach oben veranstaltet haben. Wahrscheinlich ist es der Zweckoptimismus, den die Strategen aus dem beginnenden Weihnachtsgeschäft beziehen.

Auch der Blick auf die in Deutschland ab Januar 2009 eingeführte Abgeltungssteuer scheint neben den Anlegern im Forex Trading auch die Aktienspekulanten noch immer zu verunsichern. Der Informationsbedarf an dieser Stelle ist gewaltig, vor allem weil die Forex Broker verunsichert sind, ob ähnlich wie bei den Aktien auch die aus dem Forex Trading stammenden Kursgewinne versteuert werden. Diese Verunsicherung führt im Moment dazu, dass einigere Forex Trader im Moment recht zurückhaltend agieren.

Die wichtigsten Ereignisse in dieser Woche für das Forex Trading werden die Entscheidungen der Zentralbanken über die weitere Zinspolitik sein. Sie beeinflussen sowohl die Wirtschaft als auch die Devisenkurse. Auch dürfte am Montag und Dienstag die Härte der Bundesregierung gegenüber Steuererleichterungen eine Rolle spielen. Die Politiker der CDU machten erneut deutlich, dass sie sich Steuersenkungen bis nach der Bundestagswahl im Herbst 2009 aufheben möchte.

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01. Dezember 2008