Wer sich mit dem Traden beschäftigen möchte, kommt nach einigen Grundkenntnissen zu den berühmten Strategien, nach denen am Markt agiert wird. Und da gibt es dann eben unter anderem den sogenannten Big Ben. Big Ben daher, weil eben der Zusammenhang mit dem Handel in London besteht.

Der Big Ben – der steht eben nicht nur in London. Auch im Devisenhandel ist das Urgestein Londons ein gebräuchlicher Begriff.  Das Trading arbeitet nämlich mit entsprechenden Stategien, die dann für die eigentlich regelmäßig erwarteten Gewinne sorgen sollen.

Der Big Ben bezeichnet dann nämlich hier im Bereich des Tradens um eine sogenannten Day Trading Strategie. Mit dem Big Ben machen sich alle Trader innerhalb eines Tages den Wechsel des Handels zunutze. Der verläuft nämlich mit seinem Start ausgehend von Fernost – eben mit den Weltzeiten – dann nach Westeuropa bis er letztlich dann in den USA angekommen ist, um dann eben in Fernost einen neuen Tradingtag am folgenden Tag einzuläuten.

Diese Strategie nimmt ihre erste Bewegung, wenn der Handel des Tages in Frankfurt und eine Stunde später in London gemäß den Weltzeiten startet. Die Strategie kann übrigens am besten mit dem Britischen Pfund und Dollar als Währungspaarung erfolgen. Hintergrund ist, dass genau dieses Währungspaar nämlich außerhalb von London kaum gehandelt.

Die Strategie wird folgendermaßen durchgeführt:

Die Eröffnung des Handels in Frankfurt startet dann den Handel des Paares richtig. Wenn dann in den ersten paar Minuten des Handel das Pfund ein Zwischenhoch hat, dann wird ein sogenannter Buy-Stopp platziert.

Gemäß der Weltzeituhr wird dann ja bekanntlich der Handel mit einer Zeitversetzung von einer Stunde also in der folgenden Stunde in London gestartet. Das Volumen steigt dann hier naturgemäß mit Beginn des Handels rapide an. So kann der Kurs dann innerhalb der ersten Minuten des Handelns in London sein Tief ausbilden. Erwartungsgemäß schlägt der Kurs dann wieder die ursprüngliche Richtung nach oben ein und steigt in der Folge wieder an. Wenn dann das ehemals vorhandene Hoch unterschritten wird, dann ist die richtige Zeit gekommen, die Buy-Order dann auch entsprechend auszuführen.

Der folgende sogenannte Initial-Stopp wird gesetzt, sollte dann aber nicht höher als 40 Pips unter dem Einstiegskurs liegen. Logisch begründet ist dieser Ansatz damit, das eben wirklich großen Anleger, die zum großen Teil auch professionell arbeiten, gerade bei ersten Bewegungen genaue Beobachtungen vornehmen, dann aber erst einmal die sogenannten Stopp-Loss-Marken der eher kleinen Anleger mitnehmen. Erst nach diesem Prozess wird von den großen Anlegern die anfängliche Richtung wieder eingeschlagen.

Wer sich mit dem Traden beschäftigt und Strategien ausarbeitet, nach denen agiert wird, sollte sich zunächst gerade als kleiner Anleger immer erst mit geringen Summen an diese Versuche des Tradens mit Strategie heranwagen, um immer erst wieder ein Gefühl für diese neue Situation zu bekommen – und das natürlich, ohne große Verluste einzufahren.

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01. Dezember 2008