Zu Wochenanfang eröffnete der Euro bei 1,2825 US-Dollar und konnte damit die höchsten Kurse seit der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten aus den USA verzeichnen. Diese Beobachtung haben Analysten der Märkte gemacht.
Auch zu Anfang der Woche konnte sich der US-Dollar dann gegenüber dem JPY auf 92,75 stellen und auch die Carry-Trades können in guter Verfassung aufwarten. Die Paarung EUR/JPY notierte zu Beginn der Märkte am Monat bei 119,00 und die Währungspaarung oszillierte dann im Bereich 1,5575. Die Analysten stellten dann auch am Montagmorgen erfreuliche Blicke auf die Entwicklung der Aufträge in der Industrie im Oktober rückblickend fest. Im Vergleich zum September konnte da der Rückgang in den Monatsvergleichen revidiert werden – und das von –8,0 auf –8,3 Prozent deutlich erkennbar. So hat sich dann – diese Werte zugrunde gelegt, im Jahresvergleich ein Einbruch um –9,3 Prozent ergeben.
Der Berichtsmonat Oktober konnte die Erwartungen nicht erfüllen, die bei einem Anstieg von rund 0,4 Prozent lagen. Da hatte es leider einen Rückgang gegeben und der Monatsvergleich stellte sich dann bei 6,1 Prozent ein. Das Ergebnis dieses Vergleichs glich dann eher einem Kollaps im Jahresvergleich, denn er lag in einer Höhe von –17,3 Prozent. Auch die Auslandorders erlebten in dem Monat dann einen deutlichen Einbruch – und der lag bei sagenhaften 22,7 Prozent. Die Inlandsorders gingen auch zurück, aber hier lag der Verlust bei 11,3 Prozent – hoch, aber nicht zu vergleichen mit den Verlusten im Auslandsgeschäft.
Insgesamt kann man die Daten wohl als prekär bezeichnen und die Signale deuten hier wohl alle darauf hin, dass auch die kommenden Monate mit rückläufigen Produktionen einhergehen?
Aber die wirkliche Katastrophe in der Beobachtung sind dann die Arbeitsmarktberichte aus den USA für den Monat November. Da hat die Arbeitslosenquote nämlich noch einmal deutlich zugelegt und eine Steigerung von 6,5 auf 6,7 Prozent ergeben. Das war dann der höchste Stand, der seit September 1993 aus diesem Bereich vermeldet wurde. Die Quote U-6, die im Vergleich zum Gegenstück aus dem europäischen Raum aussagekräftiger ist, musste dann eine Zunahme von 11,8 Prozent auf 12,5 Prozent ausweisen. Im Monat November sind in den USA 533.000 Jobs eingespart worden. Negative Erwartungen bei Analysten lagen bei 340.000 Arbeitsverhältnissen.
Die Vormonate mussten darüber hinaus revidiert werden. Und damit brachte der Oktober dann eine Korrektur der Werte von erst –240.000 auf jetzt –320.000 Jobs und der September wurde nicht weniger unerfreulich angepasst. Da war es dann die Revidierung von –284.000 auf –403.000 Jobs. Und auch die Wochenarbeitszeit hat ein Rekordtief des Index erreicht und liegt bei aktuell 33,5 Stunden.
Durch die Anpassungen der Zahlen im November hat sich damit eine Zahl von 1,9 Millionen vernichteten Jobs ergeben. Gegenüber der Konsensusprognose von –340.000 Jobs hat sich damit ein Gesamtverlust von 732.000 Jobs ergeben. In Prozenten ausgedrückt sind damit 115,3 Prozent mehr Jobverluste als vermutet zu verzeichnen gewesen.
Da ist die Reaktion am Devisenmarkt schon fast erstaunlich – berücksichtigt man hier die Risikoaversion und den Überraschungseffekt. Der US-Dollar konnte auf Tageshöchstkurse von 1,2632 im Verlauf zulegen – ausgehend von ungefähr 1,2700, auch wenn sich die Kaufrausch für den US-Dollar doch zu Wochenanfang ein wenig reduziert hat.
Insgesamt sind die US-Verbraucher aber auch finanziell erschöpft und die Zunahme von rund 2,0 Milliarden US-Dollar, die für den Oktober erwartet wurde, konnte sich nicht bewahrheiten. Da war es dann eine Kontraktion um 3,5 Milliarden US-Dollar, die anstelle dessen eintrat. Und auch für den Wert des Vormonats ergab sich eine Revidierung von 6,9 Milliarden US-Dollar auf 6,5 Milliarden US-Dollar. Das ergibt dann für die Beobachtung von drei Monaten eine Zunahme und zwei Rückgänge.
Die Gesundung der USA kann dann wohl nur durch die Erkenntnis verlaufen, dass der Konsum auf Kredit keinen Reichtum bringt und der Weg dahin kann für die Verbraucher lang und steinig werden.
Der Euro wird derzeit wohl favorisiert und das Unterstützungsniveau von 1,2540/70 kann das Bias des Euro in positiver Richtung wohl neutralisieren.







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