Der Dax rutschte am Mittwoch morgen wieder verdächtig tief, nachdem die anfängliche Euphorie um die niedrigen Zinsen alsbald verflogen waren. So äußerten sich auch sämtliche Händler zu der kurzfristig andauernden Zinseuphorie. Experten zufolge soll dies eines der markantesten Anzeichen für die Schwächung der amerikanischen Wirtschaft sein. Solch drastische Maßnahmen mussten seit sehr langer zeit nicht mehr ergriffen werden. So gab der Dax am Mittwoch um 1,5 Prozent nach und fiel auf 4660 Zähler. MDax und TecDax verloren ebenso circa einen Prozent.

Einer der Gründe für diese bereits voraus geahnte Entwicklung sind wohl auch die Aktien der Deutschen Bank, welche die Bankenwerte nach unten führen und somit negativen Einfluss auf alle Finanzmärkte nehmen, so auch auf den Devisenmarkt.

Hingegen legen die deutschen Anleihen sehr kräftig zu. Der Start nach den Leitzinssenkungen der USA wurde von kaum einem Anleger erwartet, was für viel Überraschung sorgte. Der Bund Future etwa stieg Mitte der Woche um 43 Basispunkte 124, 57 Punkte. Doch nach wie vor stehen die Renditechancen weiterhin unter Druck, diese Tatsache wird durch die Lockerung der amerikanischen Notenbank auch noch etwas verstärkt.

Über den Euro sind derzeit nach wie vor nur positive Aussagen zu machen. Dieser kletterte für kurze zeit sogar auf 1,42 US-Dollar und näherte sich so sehr markant der Widerstandsgrenze von 1,50 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,3690 festgelegt, doch wurden die Erwartungen der Euro-Anleger wie immer übertroffen. Nach wie vor gilt als Grund für die feste und sehr stabile Tendenz des Euro die aus den Vereinigten Staaten kommenden Zinssenkungen, die die Anlegerstimmung in Deutschland um einiges erhellen konnten, was eine Investition in den Euro zu einer sehr profitablen Angelegenheit werden lässt. 

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19. Dezember 2008