So konnten nach einer Hochrechnung des Jahres 2003 schon 58 Milliarden Euro allmonatlich in die USA fließen. Und diese Tendenz hat einen weiteren Aufwärtsschwung genommen, so dass der Devisenhandel inzwischen der Markt ist, an dem die größten Geldmengen bewegt werden.
Ein großer Teil des Geldes kommt dann auch von privaten Investoren – obwohl das für die Bewegung des Marktes völlig irrelevant ist. Den privaten Investoren kann das aber Mut machen, denn die Möglichkeiten, hier Geld zu verdienen, sind für alle Beteiligten gleich – mit unterschiedlich hohen Investitionen eben. Die Regel, dass dem Lauf des Geldes gefolgt werden sollte, ist die Hauptregel, die ihren Bestand hat.
Für Spekulanten ist es immer dann besonders interessant am Markt, wenn sich ein neuer Trend entwickelt. Wenn man dem anfänglichen Beispiel des US-Marktes folgt, sind dann aus der Position heraus die Devisen, die in die USA fließen, höher als das umgekehrt der Fall ist.
Dabei muss natürlich in diesem Beispiel auch überlegt werden, wie viele Amerikaner die Überlegung anstellen, in welchem Land sie ihre Gelder anlegen möchten. Weil aber sehr viele Anleger aufgrund des fiktiv genannten Wirtschaftsaufschwungs den Beschluss gefasst haben, in den USA ihre Anlagen zu tätigen, ist es dann so, dass diese Anlagemöglichkeiten sich damit reduzieren. So weichen die Amerikaner dann zum Beispiel nach Europa aus.
Der gesamte Mechanismus, der sich aus diesen Anlagestrategien ergibt, ist damit – zumindest in der Theorie – einfach zu durchschauen. Ein schwacher US-Dollar veranlasst damit die Investoren, vom amerikanischen Markt hinweg in andere Länder ihre Liquidität umzuschichten. Das hat natürlich eine weitere Schwäche des US-Dollars zur Folge. Genau das beeinflusst dann wieder den Markt der Aktien und Anleihen, denn hier findet damit ein beschleunigter Verkauf statt. Die Prophezeiungen – oder auch Prognosen – die Analysten dann abgeben, erfüllen sich hier meist recht genau. Die Entwicklungen am Markt heißen übrigens Trends.
Die Begründungen für die aktuellen Entwicklungen am Devisenmarkt haben viele Hintergründe. Dazu kann dann beispielsweise gehören, dass asiatische Zentralbanken Dollar-Anleihen ankaufen, um dem Kursrutsch des US-Dollar Einhalt zu gebieten. Sie haben im Beispielfall keine andere Wahl, als den US-Dollar zu unterstützen. Anleger in Aktien investieren allerdings tendenziell stärken in Europa und auch Japan, weil amerikanische Aktien werden höher bewertet, als dies in Europa oder Japan der Fall ist. Und so erreichen die Börsen mehr oder weniger regelmäßig einen Boom, von denen die Anleger erwarten, dass sich hier sehr positive Entwicklungen ergeben.
Oft sind es auch Theorien und manchmal sogar Gerüchte, die dann für Bewegung am Devisenmarkt sorgen. Und hieraus entwickeln sich dann die Trends. Und wenn dann die Erklärungen für die Entwicklungen ausgehen, dann kommt für viele – besonders Einsteiger des Marktes – gern der Verdacht auf, dass es sich hier um Geheimbünde handelt, die hinter verschlossenen Türen die Entwicklungen zu beeinflussen versuchen.
Oftmals haftet dem Devisenhandel auch der Ruf an, dass hier das Geld so schnell gewonnen wird, wie es auch letztlich wieder verrinnt. Das ist zwar nicht ganz falsch, hat aber dann seine Hintergründe auch in erklärbaren Fakten. Der eine Faktor ist dann, dass sich Neulinge auf das Eis des Devisenmarktes wagen und dort Entscheidungen treffen, die recht kurzfristige Orientierung haben. Der andere Grund ist, dass es eben schon wichtig ist, ein gewisses finanzielles Polster im Hintergrund zu haben, um auch einen Verlust ausgleichen zu können und nicht vor dem Aus zu stehen. Die Sicherheits- oder auch Mindesteinlagen sind es, die als Margins bezeichnet werden und die gerade für private Investoren ein Problem darstellen und ein erhebliches Loch in die Finanzen reißen können. Wichtig ist also für private Investoren, dass hier nicht mit dem letzten Cent gehandelt wird.







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