Beim Handel mit Devisen spekuliert man auf Wechselkursänderung zweier Währungen. Der Wechselkurs ist der Preis für eine Währung, die in Einheiten der eigenen Währung gezahlt werden muss. Wechselkurse stellen also das Tauschverhältnis zwischen in- und ausländischen Währungen dar.
Marktteilnehmer an den Forex-Märkten sich nicht nur an den Devisen interessiert, die gegenüber der eigenen Währung quotiert werden, sondern auch an den Tauschverhältnissen zwischen zwei Fremdwährungen. Das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und Dollar wird als EUR/USD oder EURUSD dargestellt. In den meisten Fällen wird eine Währung gegenüber dem amerikanischen Dollar quotiert. Erfolgt eine Quotierung gegenüber einer anderen Währung, also ohne die Teilnahme des amerikanischen Dollars, nennt man eine solche Währungspaarung Crossrate.
Die in einer Währungspaarung zuerst genannte Währung wie als sogenannte Basiswährung bezeichnet. Die an der zweiten Stelle stehende Währung wird als Gegenwährung oder variable Währung bezeichnet. Die amerikanische Landeswährung ist in den meisten Währungspaarungen die Basiswährung. Ausnahmen bilden die Paarungen EURUSD, GBPUSD (Britisches Pfund Sterling), NZDUSD (neuseeländische Dollar) und AUDUSD (australischer Dollar).
Der Wert der Basiswährung hat immer den Wert eins. Der Wechselkurs gibt den Wert der variablen Währung an. Ausgedrückt wird der Wert in Einheiten der Basiswährung. Das bedeutet, dass der Wechselkurs angibt, wie viele Einheiten variable Währung man für eine Einheit Basiswährung erhält. Zur Vereinfachung: Steht der Wechselkurs für die Paarung EURUSD bei 1,3050 Dollar, dann heißt dass, das ein Euro 1,3050 Dollar wert ist, man also 1,3050 Dollar bezahlen muss, um einen Euro zu erhalten. Der Devisenhandel ist prinzipiell ein Wechselgeschäft. Es wird in diesem Beispiel Euro gegen Dollar in einem bestimmten Verhältnis getauscht.
Bei Notierungen muss der Trader zwischen Mengenorientierung (EURUSD) und Preisorientierung (USDEUR) unterscheiden. Dabei gibt die Mengenorientierung an, wie viel fremde Währung der Trader für eine Einheit der heimischen Währung erhält bzw. für die fremde Währung zahlen muss. Die Mengenorientierung ist die gängige Form im internationalen Forex-Trade. Die Preisnotierung zeigt dem Trader an, wie viel Einheiten heimischer Währung man für eine Einheit fremde Währung zahlen muss bzw. erhält. Das bedeutet, dass bei der Mengenorientierung immer die heimische Währung fix ist. Bei der Preisnotierung ist die heimische Währung die variable Währung.
Wechselkurse werden generell mit so vielen Kommastellen angegeben, wie die Zahl der Nachkommastellen der beiden Währungen addiert ergeben. Das heißt, dass in den Wechselkurspaarungen jeweils vier Dezimalstellen angegeben werden. Ausnahme ist der Japanische Yen. Er verfügt über keine kleinere Untereinheit wie andere Währungen. Aus diesem Grund haben Wechselkurse mit dem Japanischen Yen nur zwei Nachkommastellen.
Die kleinste mögliche Bewegung, die die Wechselkurse in den jeweiligen Paarungen vollziehen können, werden Pips genannt. Die Pips unterscheiden sich je nach Wechselkurspaarung. In der Kombination USDJPY entspricht ein Pip der Bewegung von 0,01. In der Wechselkurspaarung EURUSD, also mit vier Nachkommastellen, entspricht ein Pip der Bewegung von 0,0001. Eine Wechselkursbewegung von 1,3050 auf 1,3100 entspricht demnach einer Bewegung von 50 Pips.
Die handelbare Größenordnung wird im Forex-Trade als Big Figure bezeichnet. Das entspricht der um zwei Dezimalstellen gekürzten Quotierung einer Wechselkurspaarung. Das bedeutet, dass bei einem Dollar-Stand von 1,3050 gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung die Big Figure 1,30 beträgt. Bei der Wechselkurspaarung USDJPY und einer Quotierung der amerikanischen gegenüber der japanischen Währung von 118,69 Yen, entspricht die Big Figure 118. Im telefonischen Forex-Trade wird meist die Big Figure als bekannt vorausgesetzt, so dass sich die Handelspartner nur noch über die letzten beiden Ziffern unterhalten brauchen. Zum Beispiel 50 zu 00 oder 1,3050 zu 00. Im institutionellen Handel hat diese Form der Kommunikation nach wie vor Bedeutung, vor allem wenn es hektisch im Telefonhandel zugeht.
Der amerikanische Dollar ist die mit Abstand am meisten gehandelte Währung. In etwa 90 Prozent aller Transaktionen ist der Dollar involviert. Der Euro dagegen ist an etwa 38 Prozent, der Japanische Yen an etwa 23 Prozent und das Britische Pfund Sterling an etwa 13 Prozent aller Transaktionen beteiligt. Die Zahl der Transaktionen zwischen Währungen ohne Dollar-Beteiligung, die sogenannten Crossrates, machen nur etwa 10 Prozent der getätigten globalen Umsätze im Forex-Trade aus. Die Währungspaarung EURUSD macht etwa 30 Prozent am Forex-Markt im Spot-Trade aus. Die Paarung USDJPY verbucht circa 20 Prozent der Umsätze und die Paarung GBPUSD macht immerhin noch etwa elf Prozent aus.
Die aktiv gehandelten Währungen wie Dollar, Euro, Japanischen Yen, Britisches Pfund Sterling und Schweizer Franken werden im Forex-Trade als „Majors“ bezeichnet. Der australische, kanadische und neuseeländische Dollar werden im Forex-Trade zur Gruppe der „Minors“ gezählt. Während des aktiven Handels der regionalen Handelszentren weist auch die Gruppe der Minors ein großes Volumen aus. Alle anderen handelbaren Währungen werden als sogenannten „Exotics“ bezeichnet. Die Exotics weisen oftmals nur eine recht geringe Liquidität auf. Für private Trader sind solche exotischen Währungen über die angebotenen Forex-Broker meist nicht handelbar und bleiben anderen Marktteilnehmer vorbehalten. Die meisten von Forex-Brokern für private Trader angebotenen handelbaren Währungen sind gegenüber dem Dollar quotiert.







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