Gegen Ende des europäisch dominierten Forex-Trades zeigte sich der Euro am Freitagabend im Vergleich zum Beginn des heutigen Handelstages kaum verändert. Gegenüber dem Dollar und dem Japanischen Yen gab kaum Bewegungen beim Euro. Sein Tageshoch erreichte der Euro am heutigen Nachmittag mit 1,4029 Dollar. Grund für den kurzen Preisanstieg war der unerwartet schlecht ausgefallene Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe aus den USA. Aber auch in Europa ist zum fünften Mal in Folge der Index gefallen. Die Europäische Zentralbank legte heute Mittag den Referenzkurs für das Währungspaar EURUSD auf 1,3866 Dollar bzw. 0,7212 Euro fest. Am vergangenen Mittwoch lag der Referenzkurs zum Vergleich noch bei 1,3917 Dollar bzw. 0,7185 Euro. Gegenüber dem Japanischen Yen wurde der Referenzkurs mit 126,64 Euro und gegenüber dem Schweizer Franken mit 1,4874 Schweizer Franken pro Euro festgelegt.

Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ist für die amerikanische Wirtschaft einer der wichtigsten Frühindikatoren. Für den Monat Dezember ist der Index von 36,2 Punkten im November auf 32,4 Punkte extrem tief gefallen. Damit erreichte der Index das niedrigste Niveau seit Juni 1980. Analysten sind mit einem Rückgang des Indizes auf 35,4 Dollar ausgegangen und waren entsprechend überrascht. Für die Ökonomen signalisieren alle Stände unter 50 Punkten eine rezessive gesamtwirtschaftliche Lage.

Gegen Mittag notierte der Euro knapp über der Marke von 1,3902 Dollar. Damit lag die europäische Gemeinschaftswährung zwei Cent niedriger im Vergleich zum Handelsschluss der Frankfurter Börse am Dienstag. Marktbeobachter bewerten die derzeitigen Kursverluste als Korrektur des Euros. Die europäische Gemeinschaftswährung hatte gegen Jahresende eine regelrechte Kurs-Rally vollführt und stoppte erst bei der Marke von 1,47 Dollar. Die Kursexplosion wurde als vollkommen übertrieben bewertet und wird nun nach unten korrigiert. Gegenwärtig stimmen immer mehr Experten und Analysten auf die schlechten Prognosen für den Euro ein. Eine Befragung der Agentur Reuters ergab im Dezember, dass viele Beobachter eine Abwertung der europäischen Gemeinschaftswährung bis auf 1,24 Dollar erwarten.

Auch im heutigen Handel blieb das Gleichgewicht zum Britischen Pfund Sterling in greifbarer Nähe. Der Euro kostete heute durchschnittlich 96,54 Pence. Am Montag dieser Woche erreichte das Britische Pfund Sterling sein bisheriges Rekordtief mit 98 Pence. Deshalb kann der heutige Kursstand wohl als kleine Verschnaufpause des Britischen Pfunds auf dem Abstieg zur Parität gewertet werden. Unter den Briten ist das Vertrauen in das Pfund dennoch hoch. Obwohl in den letzten Tagen und Wochen die Stimmen für einen Beitritt zur Europäischen Währungsunion immer lauter wurden, halten laut einer Umfrage der BBC 71 Prozent der Befragten dem Britischen Pfund die Treue. Dennoch erwarten die meisten Analysten und Ökonomen, dass in den nächsten Tagen, wahrscheinlich aber spätestens im Umfeld der Leitzinsentscheidung der britischen Notenbank, die Parität zwischen Euro und dem Britischen Pfund Sterling erreicht werden wird.

Seit Neujahr ist die Slowakei das 16. Land, dass dem europäischen Währungsraum beigetreten ist. Mittelfristig wird die Slowakei, mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von zehn Prozent im letzen Jahr, wohl das letzte Land sein, das der Europäischen Währungsunion beigetreten ist. Grund ist die weiter anhaltende globale Finanzkrise und die weiter zu erwartenden schlechten Entwicklungen der europäischen Wirtschaft.

Ansonsten waren die Umsätze auf den Forex-Märkte recht dünn. Aufgrund des heutigen Brückentags blieben die meisten Broker zu hause. Daher werden die heutigen Kurssprünge von den meisten Marktbeobachtern als überzeichnet angesehen.

 

Teile und hab Spaß Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
03. Januar 2009