Nachdem sich der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung im Forex Trading leicht erholen konnte, folgte am Donnerstag unmittelbar nach Öffnung der europäischen Börsen ein heftiger Einbruch. Zwar verweisen die Experten immer wieder darauf, dass sich einige Anleger nach dem Jahreswechsel noch nicht wieder ins Geschäft eingebracht hätten, aber auch die durch den Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland verbundenen Unsicherheiten dürften dem Euro im Forex Trading heute weiter zusetzen.

Seit einigen Stunden kommt in ganz Europa überhaupt kein russisches Gas mehr an. Während die russische Regierung dies damit begründet, dass die Ukraine die Pipelines abgeschaltet hätte, gehen die Stellungnahmen aus der Ukraine dahin, dass Russland die Lieferung vollständig eingestellt hätte. Inzwischen werden erste Stimmen laut, die behaupten, diese Situation wäre von langer Hand vorbereitet worden und zeigen dabei mit dem Finger auf den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder, der bereits während seiner Regierungszeit den Bau einer alternativen Pipeline gefordert hat und eine führende Position in dem Konsortium einnimmt, unter dessen Regie diese realisiert wird. Auch daran wird klar, dass bereits jetzt die politischen Lager jeden kleinsten Anlass ausnutzen, um Punkte für den bald bevorstehenden Wahlkampf zu sammeln, anstatt zuzugeben, dass Schröder bereits vor Jahren die aus der Gasabhängigkeit drohenden Gefahren erkannt hat.

Inzwischen haben auch die Ölkonzerne offenbar die ersten Anzeichen von Bauchschmerzen, denn die Zahlen an den Tankstellen klettern wieder, obwohl die Feiertage vorbei sind und sie nach den langjährigen Erfahrungen Anfang Januar fallen müssten. Auch werden jetzt die Lieferungen verkauft, die man in der Zeit der niedrigsten Ölpreise eingekauft hat. Scheinbar befürchtet man eine ähnliche Entwicklung bei den Öllieferungen, die Europa ebenfalls zu einem großen Teil über Pipelines aus Russland bezieht.

Auch in der Industrie stecken die führenden Köpfe in einer prekären Situation, denn einige Branchen sind dringend auf die Gaslieferungen angewiesen. Im Moment scheint noch keine politische Lösung zwischen Russland und der Ukraine möglich zu sein, so dass der Lieferstopp mindestens noch einige Tage anhalten wird. Indessen warnen die russischen Techniker bereits vor dem nächsten Horrorszenario, was durch die Einwirkung der extremen Wetterlage auf die Technik der Pipelines entstehen könnte.

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08. Januar 2009