Der Franken gilt in diesen unsicheren Tagen im nahen Osten wieder als sicherer Hafen. Er wird dadurch immer teurer, doch hilft das Schweizer Wirtschaft kaum, da sich nur Nachteile für den Export ergeben, hingegen haben Auslandsreisende Chancen, dass in der Urlaubskasse etwas übrig bleibt. Zum Euro notierte der Franken am Forex zu erstmals seit Mitte November wieder unter 1,50 Franken. Hingegen kann beim US-Dollar immer noch von keiner Entspannung oder Wertsteigerung gesprochen werden. Ganz im Gegenteil, der US-Dollar setzt seine Talfahrt fort und verliert innerhalb eines Monats sogar an 15 Rappen. Es sieht so aus, als könnten derzeit nur die Anleger von den unglaublich hohen Schwankungen profitieren. Sowohl die amerikanische als auch die schweizer Wirtschaft durchleben in diesen Tagen eine schwere Zeit. Besonders aber der Schweizer Export wird immer stärker angeschlagen durch die Verteuerung des Schweizer Franken. Schweizer Exporteure können die Entwicklung auch nur mit Sorge verfolgen. Denn, da der Franken stark an Wert zunimmt, verteuern sich die Preise für Schweizer Exporte. Im Euroraum wie auch im US-Dollar Raum werden Importe aus der Schweiz zunehmend teurer, was sie weniger von der Schweiz kaufen lässt. Auf die lange Sicht hin wird das der Schweizer Wirtschaft großen Schaden zufügen, sollten nicht Anfang des Jahres 2009 grundlegende Änderungen stattfinden.

Der Franken wird aber in der jetzigen Krise von den meisten Anlegern gesucht und bevorzugt. Ein europäischer Händler sagte dazu gegenüber Reuters: „ Es gibt geopolitische Risiken und der Schweizer Franken wird in solchen Fällen üblicherweise gekauft“.

Aufgrund der derzeit wütenden Nahost-Krise nimmt auch der Ölpreis wieder Fahrt auf und steigt deutlich. So verteuerte sich das Fass WTI um ganze 5,6 Prozent auf 39,82 US-Dollar. Der Anstieg des Ölpreises wird auch für unbestimmte Zeit anhalten. Es bleibt abzuwarten, wie die Vereinigten Nationen Einfluss auf Israel und die Hamas ausüben können werden. Auf jeden Fall gibt der Ölpreis derzeit einigen Spielraum für Investitionen. Eine gute Strategie wäre etwa, jetzt zu kaufen und bei einem weiteren Preisanstieg sofort zu verkaufen, um sich die Schwankungen zunutze machen zu können. Ferner zieht der Goldpreis nach wie vor weiter an. Die Feinunze kostet mittlerweile wieder fast zwei Prozent mehr und somit 883,65 US-Dollar. Gold gilt in dieser Krisenzeit ebenso als sichere Anlagequelle, zumal es kaum einer Inflation oder ähnlichen schwierigen Umständen unterliegen kann. So kann konstatiert werden, dass derzeit Gold, Franken und Öl zu einer sehr sicheren Anlage werden. Die Preise werden wohl noch unbestimmte Zweit steigen, doch sollte man bei größeren Investitionen auf sehr deutliche Signale achten, um nicht einen Fehler zu begehen. Schnell kann sich heutzutage etwas ändern, Vorsicht sei geboten. 

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11. Januar 2009