Eröffnet hat der Euro gestern bei 1,3260 US-Dollar und somit schon rund 2 Cent niedriger, als das am Vortag der Fall war. Waren das schon erste Tendenzen dahin, dass der Euro richtig Druck erfahren würde? Damit ist nämlich offenbar schon eine wichtige und kritische Marke erreicht, wobei ein noch wichtiger Bereich bei der Entwicklung zwischen 1,29 und 1,31 US-Dollar liegt. Und hier könnte der Grund liegen, dass wir hinsichtlich unsere Bias noch keine wirklich negativen Reaktionen zeigen, weil eben offenbar noch nicht alles ausgereizt ist.

Wenn der Bereich 1,29 bis 1,31 US-Dollar dann nämlich nicht hält, dann ist auch ein Wert von 1,24 oder sogar der Sturz auf 1,17 bis 1,20 US-Dollar nicht mehr völlig unwahrscheinlich. Und dann tut es richtig weh für den Euro, der ja zum Jahresende ganz positive Entwicklungen zum US-Dollar genommen hat. Das Bild, das sich für den Euro zeichnet, das hat grundsätzlich wohl eher negative Tendenzen? Wichtig ist zunächst wohl, dass eine Bodenbildung abgewartet wird oder aber Long-Positionen mit engen Stopps gesetzt werden im Handel mit diesen Währungen.

Und echte Entwarnung für den Euro ist auch bei der Paarung von Euro und Yen scheinbar nicht zu erwarten. Die japanischen Wirtschaftszahlen, die sich recht enttäuschend gaben, brachten bei der Paarung Euro/Yen dann 118,50. Nach dem Bruch, der sich bei 125 ergab, hat sich hier inzwischen somit ein Verlust von nahezu 7 Big-Figures ergeben und auch langfristig kann wohl eher nicht von einer Entwarnung ausgegangen werden.

Die Makroseite hat keine Neuheiten gebracht, die zu verfolgen wären. Aber die Eröffnung der Berichtssaison in den Vereinigten Staaten ergab sich fast schon pompös, denn Alcoa hatte wichtige Neuheiten zu berichten. Prognostiziert wurden Verluste, die bei 5 Cent pro Aktie lagen. In der Realität haben sich letztlich Verluste von 28 Cent ergeben. Und das entspricht insgesamt einem wirklich deutlichen Verlust, der bei 1,2 Milliarden US-Dollar liegt. Hier sind neue Short-Positionen im Bereich zwischen 1,3350 und 1,34 US-Dollar offenbar sinnvoll.

Grundsätzliche Tendenzen am Markt? Die können im Moment wohl nur in der Empfehlung an die Händler liegen, einfach die Füße still zu halten und gut zu beobachten. Ganz besonders natürlich auch die Entwicklungen des Euro, denn der scheint sich ja derzeit zu einem Sorgenkind zu entwickeln.

Mangelt es für die europäische Gemeinschaftswährung an der notwendigen Stütze?

 

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14. Januar 2009