Der Forex Handel wird heute überschattet durch die Befürchtung, dass die Europäsche Zentralbank am Donnerstag die Leitzinsen deutlich senken und sie damit dem in anderen Ländern bereits erreichten Niveau angleichen könnte. Je geringer die Zinsdifferenz ist, die im Vergleich zur Fed bleibt, desto mehr dürfte die Europäische Gemeinschaftswährung am Donnerstag nachgeben. Erste Anzeichen gab es bereits am Mittwoch, als der Euro im Forex Trading in zwei Wellen abstürzte.

Eine der Ursachen für den ersten Rutsch dürfte die Veröffentlichung der Zahlen der europäischen Industrieproduktion gewesen sein, die für die 27 Mitgliedsstaaten einen Rückgang um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausgewiesen hatte. Den zweiten Aspekt brachte die Rede von Angela Merkel, in der sie die Maßnahmen des zweiten Konjunkturpaketes der Öffentlichkeit vorstellte. Die ins Auge gefassten Steuererleichterung, Senkungen der Krankenkassenbeiträge und die Erhöhung der Harz IV Sätze für bestimmte Gruppen von Kindern werden von vielen Wirtschaftsexperten als Maßnahmen „im Taschengeldformat“ bezeichnet und eine positive Wirkung auf die Wirtschaft stark angezweifelt.

Ein weiteres deutliches Signal für die Forex Broker dürfte am Mittwoch Abend aus Amerika kommen, wo die Chefs der Zentralbanken verschiedener Bundesstaaten ihre Ausblicke auf die Entwicklung der Wirtschaft geben werden. Auch die Ansichten der Wirtschaftsexperten verschiedener deutscher Großbanken fallen äußerst negativ aus. Man rechnet bei den Auswertungen für das letzte Quartal 2008 mit erheblichen Verlusten. Dies wiederum schlug voll auf die Aktienindizes durch, die kräftig nachgaben. Schon kurze Zeit spiegelte sich dieser Trend auch beim Forex Trading wieder und sorgte für eine zweite größere Absturzwelle beim Euro, der gegenüber dem amerikanischen Dollar binnen kurzer Zeit um weitere zwei Cent nachgab und sich jetzt bedrohlich der 1,30 Dollar Marke nähert. Sollte er unter diesen Wert fallen, kommt im Forex Trading ein psychologischer Aspekt hinzu und es wäre durchaus auch möglich, dass es zu größeren Panikverkäufen kommt, die den Kurs noch weiter einbrechen lassen würden.

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14. Januar 2009