Wer glaubt, dass die Hamburger Computermesse keine Signale für das Forex Trading bringt, der dürfte sich zumindest 2009 getäuscht sehen. Auch wenn man sich im Moment mit dem Kauf von Konsumgütern angesichts der unsicheren Arbeitsmarktlage sehr zurück hält, dürfte die Cebit für viele Menschen einen Impuls geben, doch über die Anschaffung neuer Kommunikations- und Rechentechnik nachzudenken. Bei einem ersten Blick hinter die Kulissen wurde den Pressevertretern klar, dass hier das Thema Energie sparen sehr im Vordergrund steht.
Vor allem für die gewerblichen Kunden , bei denen die Computer durchgängig an 24 Stunden pro Tag und sieben Tage die Woche laufen, dürften sich die neuen Modelle sehr schnell rechnen, bei denen der Stromverbrauch sehr deutlich gegen Null gesenkt werden konnte. Hier wird durch die Aussicht auf größere Einsparungen bei den laufenden Kosten auf jeden Fall die Lust auf Investitionen geweckt werden, so dass man die Cebit durchaus als positives Signal für die Wirtschaft werten kann, was auch Auswirkungen im Forex Trading zeigen dürfte.
Nach dem erbitterten politischen Ringen um das zweite deutsche Konjunkturpaket setzt nun das Gezerre um die Finanzplanung desselben ein. Als direkte Kontrahenten stehen sich der Finanzminister der Bundesregierung Peer Steinbrück und Otto Fricke von der FDP gegenüber. Peer Steinbrück sieht sich angesichts der Entwicklung in der Wirtschaft gezwungen, die Konjunkturhilfen durch neue Schulden zu finanzieren. Otto Fricke fordert ganz offen eine Haushaltssperre, weil er die von Steinbrück geschätzte Neuverschuldung als deutlich zu niedrig bezeichnet. Abhilfe könnte hier am Dienstag vom Kabinett kommen, bei dem einige Mitglieder der Presse gegenüber verlauten ließen, dass durch Nutzung einer Klausel im Grundgesetz aus dieser Situation zu retten beabsichtigt. Dazu muss das gesamtwirtschaftliche Ungleichgewicht festgestellt werden. Für diesen Fall sieht das Grundgesetz vor, dass die Bundesregierung eine deutlich über das Investitionsniveau hinausgehende Schuldensumme aufnehmen kann.
Da diese offene politische Konfrontation bisher hemmend auf den Kurs des Euro im Forex Trading gewirkt hat, geht man davon aus, dass bei einer solchen Entscheidung der Kursverfall enden könnte und die Kurve des Charts wieder leicht nach oben schwenken könnte. Eine psychologische Unterstützung sehen die Analysten derzeit bei einem Überschreiten der 1,30 Dollar Marke.
Eröffnet hat der Euro gestern bei 1,3260 US-Dollar und somit schon rund 2 Cent niedriger, als das am Vortag der Fall war. Waren das schon erste Tendenzen dahin, dass der Euro richtig Druck erfahren würde? Damit ist nämlich offenbar schon eine wichtige und kritische Marke erreicht, wobei ein noch wichtiger Bereich bei der Entwicklung zwischen 1,29 und 1,31 US-Dollar liegt. Und hier könnte der Grund liegen, dass wir hinsichtlich unsere Bias noch keine wirklich negativen Reaktionen zeigen, weil eben offenbar noch nicht alles ausgereizt ist.
Wenn der Bereich 1,29 bis 1,31 US-Dollar dann nämlich nicht hält, dann ist auch ein Wert von 1,24 oder sogar der Sturz auf 1,17 bis 1,20 US-Dollar nicht mehr völlig unwahrscheinlich. Und dann tut es richtig weh für den Euro, der ja zum Jahresende ganz positive Entwicklungen zum US-Dollar genommen hat. Das Bild, das sich für den Euro zeichnet, das hat grundsätzlich wohl eher negative Tendenzen? Wichtig ist zunächst wohl, dass eine Bodenbildung abgewartet wird oder aber Long-Positionen mit engen Stopps gesetzt werden im Handel mit diesen Währungen.
Und echte Entwarnung für den Euro ist auch bei der Paarung von Euro und Yen scheinbar nicht zu erwarten. Die japanischen Wirtschaftszahlen, die sich recht enttäuschend gaben, brachten bei der Paarung Euro/Yen dann 118,50. Nach dem Bruch, der sich bei 125 ergab, hat sich hier inzwischen somit ein Verlust von nahezu 7 Big-Figures ergeben und auch langfristig kann wohl eher nicht von einer Entwarnung ausgegangen werden.
Die Makroseite hat keine Neuheiten gebracht, die zu verfolgen wären. Aber die Eröffnung der Berichtssaison in den Vereinigten Staaten ergab sich fast schon pompös, denn Alcoa hatte wichtige Neuheiten zu berichten. Prognostiziert wurden Verluste, die bei 5 Cent pro Aktie lagen. In der Realität haben sich letztlich Verluste von 28 Cent ergeben. Und das entspricht insgesamt einem wirklich deutlichen Verlust, der bei 1,2 Milliarden US-Dollar liegt. Hier sind neue Short-Positionen im Bereich zwischen 1,3350 und 1,34 US-Dollar offenbar sinnvoll.
Grundsätzliche Tendenzen am Markt? Die können im Moment wohl nur in der Empfehlung an die Händler liegen, einfach die Füße still zu halten und gut zu beobachten. Ganz besonders natürlich auch die Entwicklungen des Euro, denn der scheint sich ja derzeit zu einem Sorgenkind zu entwickeln.
Mangelt es für die europäische Gemeinschaftswährung an der notwendigen Stütze?
Die Anzeigen der Aktienindizes sorgen bei den Börsianern für ein sehr bedrückt wirkendes Stirnrunzeln. Außer dem Citibank Dax und dem Rex stehen alle Werte durchgängig im Minus. DAX und MDAX mussten seit dem frühen Morgen mehr als hundert Zähler abgeben und auch dem Dow Jones erging es nicht anders. Der größte Verlierer ist der Nikkei, der mehr als vierhundert Zähler verloren hat.
Analysten führen das auf einen noch immer schwachen Handel zurück, der nach den Feiertagen und dem Jahreswechsel nicht wieder richtig in Schwung gekommen ist. Zu groß ist offenbar die Verunsicherung der Anleger, was sich auch in niedrigeren Umsatzzahlen beim Forex Trading zeigt. Noch immer scheint die Börse den Atem anzuhalten und darauf zu warten, dass der neue amerikanische Präsident Barrack Obama seine konkreten Maßnahmepläne auf den Tisch legt.
Inzwischen rollt eine neue Hiobsbotschaft auf den Euro im Forex Trading zu. Schon nach wenigen Stunden dreht Gazprom den Hahn wieder zu und beschuldigt die Ukraine erneut, illegal Gas aus den Pipelines abzuzapfen. Wieder droht der europäischen Wirtschaft das Damoklesschwert fehlenden Gases, wenn die in den Depots lagernden Reserven zu Ende sind. Inzwischen wird in ersten europäischen Ländern bereits der Begriff Energienotstand laut und man denkt über das Anfahren von still gelegten Atomkraftwerken nach, um zumindest die Versorgung der Bevölkerung mit Strom und Fernwärme sichern zu können. Das ist kein gutes Omen für den weiteren Kursverlauf des Euro im Forex Trading.
Eine Wiederaufnahme einer kontinuierlichen Lieferung hätte dem Euro ein wenig den Rücken stärken können, besonders weil er sich im Forex Trading weiteren Belastungen durch die angekündigten Senkungen der Leitzinsen durch die EZB ausgesetzt sieht. Auch die Veröffentlichung der Einzelheiten zum zweiten deutschen Konjunkturpaket hatten daran nichts ändern können.
Nachdem sich der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung im Forex Trading leicht erholen konnte, folgte am Donnerstag unmittelbar nach Öffnung der europäischen Börsen ein heftiger Einbruch. Zwar verweisen die Experten immer wieder darauf, dass sich einige Anleger nach dem Jahreswechsel noch nicht wieder ins Geschäft eingebracht hätten, aber auch die durch den Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland verbundenen Unsicherheiten dürften dem Euro im Forex Trading heute weiter zusetzen.
Seit einigen Stunden kommt in ganz Europa überhaupt kein russisches Gas mehr an. Während die russische Regierung dies damit begründet, dass die Ukraine die Pipelines abgeschaltet hätte, gehen die Stellungnahmen aus der Ukraine dahin, dass Russland die Lieferung vollständig eingestellt hätte. Inzwischen werden erste Stimmen laut, die behaupten, diese Situation wäre von langer Hand vorbereitet worden und zeigen dabei mit dem Finger auf den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder, der bereits während seiner Regierungszeit den Bau einer alternativen Pipeline gefordert hat und eine führende Position in dem Konsortium einnimmt, unter dessen Regie diese realisiert wird. Auch daran wird klar, dass bereits jetzt die politischen Lager jeden kleinsten Anlass ausnutzen, um Punkte für den bald bevorstehenden Wahlkampf zu sammeln, anstatt zuzugeben, dass Schröder bereits vor Jahren die aus der Gasabhängigkeit drohenden Gefahren erkannt hat.
Inzwischen haben auch die Ölkonzerne offenbar die ersten Anzeichen von Bauchschmerzen, denn die Zahlen an den Tankstellen klettern wieder, obwohl die Feiertage vorbei sind und sie nach den langjährigen Erfahrungen Anfang Januar fallen müssten. Auch werden jetzt die Lieferungen verkauft, die man in der Zeit der niedrigsten Ölpreise eingekauft hat. Scheinbar befürchtet man eine ähnliche Entwicklung bei den Öllieferungen, die Europa ebenfalls zu einem großen Teil über Pipelines aus Russland bezieht.
Auch in der Industrie stecken die führenden Köpfe in einer prekären Situation, denn einige Branchen sind dringend auf die Gaslieferungen angewiesen. Im Moment scheint noch keine politische Lösung zwischen Russland und der Ukraine möglich zu sein, so dass der Lieferstopp mindestens noch einige Tage anhalten wird. Indessen warnen die russischen Techniker bereits vor dem nächsten Horrorszenario, was durch die Einwirkung der extremen Wetterlage auf die Technik der Pipelines entstehen könnte.
Nach über einem Jahr verkündete die Europäische Zentralbank am gestrigen Dienstag, dass im europäischen Währungsraum wieder Preisstabilität herrscht. Gleichzeitig eröffnete die Zentralbank Raum für Spekulationen über eine erneute Zinssenkungen in der nächsten Woche.
Die Inflationsrate ist im Dezember auf 1,6 Prozent gefallen und ist damit deutlich schwächer ausgefallen als erwartet. Die Teuerungsrate erreichte ihren niedrigsten Stand seit dem Oktober 2006. Die Inflationsrate blieb im Dezember unter der zwei Prozentmarke. Unter dieser Marke sieht die Europäische Zentralbank die Preisstabilität in der Eurozone als gewährleistet an. Das letzte Mal, dass die Inflationsrate unter der Grenze blieb, war im August 2007. Der Trend zu einer fallenden Inflationsrate zeichnete sich bereits im November ab, als die Teuerungsrate bei 2,1 Prozent gemessen wurde.
Der Rückgang wird auf die gefallenen Energiekosten zurückgeführt. Bis zur Mitte des Jahres 2008 erreichte der Preis für ein Barrel Öl fast 150 Dollar. Derzeit liegt er knapp um die 50 Dollar Marke. Durch den explodierenden Ölpreis ist auch die Inflationsrate im europäischen Währungsraum auf ein Rekordniveau gestiegen. Weitere Angaben zur Preisentwicklung wird die europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag kommender Woche bekannt geben.
Für den Monat Januar wird mit einem weiteren Rückgang der Teuerungsrate gerechnet. Einige Analysten gehen sogar von einem Szenario aus, in dem die Inflationsrate bis Mitte des Jahres 2009 unter null Prozent fallen könnte. Damit würde im Euroraum eine Deflation ausgelöst werden. Allerdings gaben die Zentralbanker bereits Entwarnung. Von einer Abwärtsspirale der Preise kann gegenwärtig nicht die Rede sein. Ein Rückgang der Preise setzt einen Lohnrückgang voraus. Dafür müsste jedoch erst die Zahl der Arbeitslosen massiv ansteigen. Doch eine solche Entwicklung wird von kaum einem Experten vorhergesagt und auch die Regierungen sind bemüht, einer solchen Entwicklung durch Konjunkturpakete entgegen zu wirken.
Weiterhin ist davon auszugehen, dass die Europäische Zentralbank alles in ihrer Macht stehende unternehmen wird, um eine solche bedrohliche Entwicklung zu verhindern. Bereits am vergangenen Montag deutete ein Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank neue Leitzinssenkungen in der Eurozone an, um das Gespenst der Deflation auszutreiben.
Am Donnerstag, dem 15. Januar 2009, geben die Zentralbanker ihre neusten Leitzinsentscheidungen bekannt. Die Märkte haben bereits eine Zinssenkung von 50 Basispunkten auf 2,00 Prozent eingepreist. Einige Anleger setzen aber darauf, dass die Zentralbank die Zinsen noch weiter senken könnte. Seit dem Oktober 2008 senkte die Europäische Zentralbank die Leitzinsen für den Euroraum in drei Schritten um insgesamt 175 Basispunkte auf derzeit 2,50 Prozent.
Die Zentralbank reagierte somit auf die schnelle Abkühlung der Konjunktur im europäischen Wirtschaftsraum. Im Dezember brach der Index für die Dienstleistungsbranche so stark wie noch nie ein. Auch der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich fiel deutlich hinter die Erwartungen zurück. Dies lässt für Volkswirtschaftler nur einen Schluss zu: Der europäische Währungsraum befindet sich in einer tiefen Rezession. Für das vierte Quartal des vergangenen Jahres wird daher mit einer weiteren Verminderung der europäischen Wirtschaftsleistung gerechnet. Einige Analysten gehen sogar davon aus, dass 2009 das Bruttoinlandsprodukt in Europa um zwei Prozent schrumpfen könnte.
Am Mittwoch scheint es, als gehe es mit dem Euro langsam wieder aufwärts, obwohl nach dem Freitod des Pharmachefs Merckle einige Forex Broker befürchteten, dass dies zu einem weiteren Absturz beitragen würde. Doch hier kommt zum Tragen, dass der Konzern nun doch kurzfristige finanzielle Unterstützung bekommt.
Unterstützend wirkte wohl auch, dass der Großhandelsumsatz in Deutschland im November im Vergleich zum Vorjahr nur sehr wenig gefallen ist. Offensichtlich lassen sich die Deutschen ihre Kauflaune nicht trüben. Auch gehen die Experten davon aus, dass im Dezember 2008 und Januar 2009 keine dramatischen Einrüche zu befürchten sind, denn dafür lief das Weihnachtsgeschäft viel zu gut. Ein deutlich sichtbares Anzeichen abseits der Zahlen im für Otto Normalverbraucher sichtbaren Bereich ist, dass die Sonderpostenmärkte, die über nicht abgerufene Großhandelsware im Lebensmittelbereich beliefert werden, keine spürbaren Erweiterungen im Sortiment und der angebotenen Menge haben.
Auch die Arbeitsmarktzahlen aus Deutschland konnten im Forex Trading nicht wirklich beeindrucken, obwohl ein Zuwachs von mehr als 110.000 Arbeitsuchenden zu verzeichnen war. Zwar geht hier ein Teil tatsächlich auf die Auswirkungen der Finanzkrise zurück, allerdings sollte man hier nicht vergessen, dass die Zahl der Arbeitslosen in den Wintermonaten erfahrungsgemäß immer leicht ansteigt. Immerhin liegen die Zahlen noch deutlich unter denen der Vergleichsmonate des Jahres 2007.
Auch die Entwicklung der Erzeugerpreise macht Hoffnung. Im europäischen Wirtschaftsraum sind diese Kosten im Vergleich zum Vormonat um etwas mehr als vier Prozent gefallen. Das Positive an dieser Entwicklung ist im psychologischen Bereich zu suchen. Werden diese Kostensenkungen in Form einer Senkung der Verbrauchspreise an die Kunden weiter gegeben, könnte das so manchen zum Kauf verleiten, denn hier greift noch immer die Devise, dass man kaufen sollte, so lange etwas günstiger ist. Das könnte wiederum positive Auswirkungen auf den gesamten Markt haben.
Bei Handelsschluss auf dem europäisch dominierten Forex-Markt kostete das Britische Pfund Sterling am Ende des Jahres 2008 nur noch 1,0199 Euro. Auf dem Höhepunkt des Wertverfalls der britischen Landeswährung kostete ein Euro zwischenzeitlich 98 Pence. Damit erreichte die europäische Gemeinschaftswährung den höchsten Stand gegenüber dem Britischen Pfund seit dessen Einführung 1999. In den vergangenen zehn Jahren hat das Pfund Sterling fast 25 Prozent seines Wertes gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung verloren. Ein Ende scheint bisher nicht in Sicht zu sein. Im Gegenteil: Analysten und Ökonomen rechnen fest mit der Parität zwischen beiden Währungen in den kommenden Januarwochen. Experten gehen sogar davon aus, dass sich mittelfristig der Preis für ein Pfund Sterling bei 0,90 Euro einpendeln könnte.
Vor allem die konservative britische Presse macht die derzeitige Labour-Regierung unter dem Premierminister Gordon Brown für die Misere verantwortlich. So wird Brown und seiner Regierungsmannschaft vorgeworfen, eine allzu lockere Finanzpolitik betrieben zu haben. Die hohe Staatsverschuldung hätte das Vertrauen in die ehrwürdige britische Währung zu tiefst erschüttert. Doch diese Behauptungen spiegeln nicht die ganze Realität wieder. In erster Linie ist die Schwäche des Britischen Pfunds auf die schlechte konjunkturelle Lage der britischen Wirtschaft zurück zuführen. Im Gegensatz zu den Euro-Teilnehmerländern wurde die britische Ökonomie besonders hart von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise getroffen.
Ende des Immobilienbooms
Wie die Amerikaner so konnten auch die Briten lange Zeit von einem langanhaltenden Immobilienboom profitieren. Doch wie in den Vereinigten Staaten so ist auch in Großbritannien die Immobilienblase mit einem lauten Knall geplatzt. Immer mehr Briten sind gezwungen ihre Häuser zu verkaufen und stehen nun vor dem privaten Bankrott. Die Pro-Kopf-Verschuldung auf der Insel ist doppelt so hoch wie in Kontinentaleuropa. Im Dezember 2008 verzeichnete der britischen Einzelhandel das schlechteste Ergebnis seit der Konjunkturkrise von 1990. Und das in einem Land, von dem, ähnlich wie in den USA, die Wirtschaft vor allem vom privaten Konsum abhängig ist.
Ausländische Investoren, die jahrelang in die Londoner City investierten, haben sich aus den riskanten Geschäften zurückgezogen. Die Golfstaaten und auch asiatische Schwellenländer haben riesige Summen in vermeintlich sichere Pfund-Anlagen investiert. Bedingt durch die globale Finanzkrise bewirkte der Vertrauensverlust in die britischen Finanzunternehmen einen sehr raschen Kapitalabzug. Marktbeobachter sprechen von einer regelrecht panikartigen Flucht aus dem Britischen Pfund Sterling. Nach dem amerikanischen Dollar und dem Euro ist das Britische Pfund nach wie vor eine der wichtigsten weltweiten Währungsreserven. Und auch die Bank of England, die britische Zentralbank, tat nichts um die Kapitalflucht aufzuhalten. Ihre Maßnahmen bewirkten eher das Gegenteil und verstärkten den Abfluss noch zusätzlich. In nur wenigen Monaten hatte die britische Zentralbank die Leitzinsen immer wieder gesenkt. Das Leitzinsniveau liegt nun mittlerweile bei 2,00 Prozent und damit unter dem Leitzinsniveau der Europäischen Zentralbank.
Ein nationales Symbol
Die britische Zentralbank versucht derzeit die Rezession mit einer Politik des billigen Geldes zu bekämpfen. Die Kehrseite ist, dass jede weitere Zinssenkung eine Investition in das Britische Pfund Sterling noch unattraktiver macht. Wo das Kapital nicht mehr oder nur noch geringfügig vermehrt werden kann, ziehen die Investoren weiter. Für die Zentralbanker ergibt sich aus der gegenwärtigen Situation ein Dilemma. Eine weitere Zinsabsenkung der Bank of England könnte zu einem erneuten Absturz der Währung auf den Forex-Märkten nach sich ziehen. Allerdings möchte die britische Notenbank nicht als Bremser gegenüber dem dringend erhofften wirtschaftlichen Aufschwung dastehen. Entsprechend unter Druck wird die Notenbank von Seiten der Regierung gesetzt. Aus Regierungskreisen würde sogar eine Senkung des Leitzinsniveaus auf Null Prozent in Kauf genommen werden, wenn dies der Ankurbelung der Konjunktur dienlich ist.
Für die britischen Verbraucher ist die derzeitige Schwäche ihrer Landeswährung eine ganz neue Erfahrung. Das Britische Pfund Sterling ist, ähnlich wie in Deutschland die D-Mark und in den USA der Dollar, ein nationales Symbol. Bereits das alte British Empire fußte auf dem Pfund Sterling. In den Kolonien und den späteren Ländern des Commonwealth förderte der Kreislauf der britischen Währung einen regen Handelsverkehr. Eng verbunden mit dem Britischen Pfund als Nationalsymbol ist die Bank of England, die 1694 gegründet wurde und sich bis heute als Gralshüter der Stabilität der Britischen Währung sieht.
Wetten auf fallende Kurse
1990 trat Großbritannien dem Europäischen Währungssystem bei. Für viele Politiker und Ökonomen gilt der Beitritt als der bis dato folgenschwerste währungspolitische Schritt des Landes überhaupt. Das Britische Pfund Sterling war, wie viele andere europäische Währungen auch, an ein festes Wechselkurssystem gebunden. In Folge umfangreicher Spekulationen großer internationaler Investoren gegen das Britische Pfund Sterling, kam es 1992 zu einer massiven Störung des Gesamtgleichgewichts. Die Spekulationen richteten sich gegen die Überbewertung des Pfunds. Am sogenannten „Schwarzen Mittwoch“, am 16. September 1992, musste sich Großbritannien aus dem Europäischen Währungssystem zurück ziehen. Der damalige Finanzminister, Norman Lamont, hatte sich unter anderem aus Prestigegründen geweigert, einer Abwertung des Britischen Pfunds zu zustimmen.
Erst langsam konnte sich die britische Landeswährung wieder stabilisieren. Unterstützt wurde sie dabei durch den langanhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung unter der neuen Labour-Regierung von Premierminister Tony Blair. 1999 hatte das Britische Pfund Sterling fast wieder zu seiner alten Größe zurück gefunden, so dass die Briten keinen Anlass sahen, bei der Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung mitzumachen. Zumal auch die Wirtschaft im europäischen Währungsraum deutlich hinter der Britischen lag.
Heute sieht sich Großbritannien als eines der Hauptopfer der globalen Finanzkrise. Die Euro-Teilnehmerländer haben deutlich gezeigt, dass sie besser mit den Auswirkungen der Finanzkrise zurecht kommen. Auch Großbritannien könnte davon profitieren. Doch sowohl in Regierungskreisen als auch auf Seiten der Opposition gibt man sich eher zurückhaltend. Als Schatzkanzler unter Tony Blair hatte sich Gordon Brown vehement gegen die Einführung des Euros auf der Insel gewehrt. Eine Änderung seiner Haltung ist bisher nicht zu erkennen.
Der Unabhängigkeitsgedanke ist in Großbritannien stark ausgeprägt. Sie wollen sich weder der Herrschaft Brüssels unterwerfen, noch der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Ob das aber eine erfolgversprechende Strategie in Zeiten der globalen Krise ist, ist fraglich.
Gegen Ende des europäisch dominierten Forex-Trades zeigte sich der Euro am Freitagabend im Vergleich zum Beginn des heutigen Handelstages kaum verändert. Gegenüber dem Dollar und dem Japanischen Yen gab kaum Bewegungen beim Euro. Sein Tageshoch erreichte der Euro am heutigen Nachmittag mit 1,4029 Dollar. Grund für den kurzen Preisanstieg war der unerwartet schlecht ausgefallene Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe aus den USA. Aber auch in Europa ist zum fünften Mal in Folge der Index gefallen. Die Europäische Zentralbank legte heute Mittag den Referenzkurs für das Währungspaar EURUSD auf 1,3866 Dollar bzw. 0,7212 Euro fest. Am vergangenen Mittwoch lag der Referenzkurs zum Vergleich noch bei 1,3917 Dollar bzw. 0,7185 Euro. Gegenüber dem Japanischen Yen wurde der Referenzkurs mit 126,64 Euro und gegenüber dem Schweizer Franken mit 1,4874 Schweizer Franken pro Euro festgelegt.
Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ist für die amerikanische Wirtschaft einer der wichtigsten Frühindikatoren. Für den Monat Dezember ist der Index von 36,2 Punkten im November auf 32,4 Punkte extrem tief gefallen. Damit erreichte der Index das niedrigste Niveau seit Juni 1980. Analysten sind mit einem Rückgang des Indizes auf 35,4 Dollar ausgegangen und waren entsprechend überrascht. Für die Ökonomen signalisieren alle Stände unter 50 Punkten eine rezessive gesamtwirtschaftliche Lage.
Gegen Mittag notierte der Euro knapp über der Marke von 1,3902 Dollar. Damit lag die europäische Gemeinschaftswährung zwei Cent niedriger im Vergleich zum Handelsschluss der Frankfurter Börse am Dienstag. Marktbeobachter bewerten die derzeitigen Kursverluste als Korrektur des Euros. Die europäische Gemeinschaftswährung hatte gegen Jahresende eine regelrechte Kurs-Rally vollführt und stoppte erst bei der Marke von 1,47 Dollar. Die Kursexplosion wurde als vollkommen übertrieben bewertet und wird nun nach unten korrigiert. Gegenwärtig stimmen immer mehr Experten und Analysten auf die schlechten Prognosen für den Euro ein. Eine Befragung der Agentur Reuters ergab im Dezember, dass viele Beobachter eine Abwertung der europäischen Gemeinschaftswährung bis auf 1,24 Dollar erwarten.
Auch im heutigen Handel blieb das Gleichgewicht zum Britischen Pfund Sterling in greifbarer Nähe. Der Euro kostete heute durchschnittlich 96,54 Pence. Am Montag dieser Woche erreichte das Britische Pfund Sterling sein bisheriges Rekordtief mit 98 Pence. Deshalb kann der heutige Kursstand wohl als kleine Verschnaufpause des Britischen Pfunds auf dem Abstieg zur Parität gewertet werden. Unter den Briten ist das Vertrauen in das Pfund dennoch hoch. Obwohl in den letzten Tagen und Wochen die Stimmen für einen Beitritt zur Europäischen Währungsunion immer lauter wurden, halten laut einer Umfrage der BBC 71 Prozent der Befragten dem Britischen Pfund die Treue. Dennoch erwarten die meisten Analysten und Ökonomen, dass in den nächsten Tagen, wahrscheinlich aber spätestens im Umfeld der Leitzinsentscheidung der britischen Notenbank, die Parität zwischen Euro und dem Britischen Pfund Sterling erreicht werden wird.
Seit Neujahr ist die Slowakei das 16. Land, dass dem europäischen Währungsraum beigetreten ist. Mittelfristig wird die Slowakei, mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von zehn Prozent im letzen Jahr, wohl das letzte Land sein, das der Europäischen Währungsunion beigetreten ist. Grund ist die weiter anhaltende globale Finanzkrise und die weiter zu erwartenden schlechten Entwicklungen der europäischen Wirtschaft.
Ansonsten waren die Umsätze auf den Forex-Märkte recht dünn. Aufgrund des heutigen Brückentags blieben die meisten Broker zu hause. Daher werden die heutigen Kurssprünge von den meisten Marktbeobachtern als überzeichnet angesehen.
Nunmehr zum dritten Mal hintereinander wurde die Saxo Bank durch das Magazin „FX Week“ zur eindeutig besten Bank im Bereich Devisenanlage ausgezeichnet. Die Saxo Bank ist eine Kopenhagener Bank im Onlinetrading- und Investment Sektor und die Leser des Fachmagazins „FX Week“ wählten sie nun wieder auf Platz Eins. Das Blatt, dass als die führende Brachenpublikation gilt, gibt seit langem den Maßstab im Bereich der Performance mit seinen „Best Bank- Awards“ vor. Die Auszeichnung wird nach Befragung bei den professionellen Marktteilnehmern und Lesern ausgewertet und vergeben und bietet so einen Anhaltspunkt für das hohe Niveau in den Dienstleistungen, die von der Saxo Bank für ihre Anleger im Devisenmarkt angeboten wird.
In einer gemeinsam verfassten Erklärung stellten die beiden wichtigsten Köpfe der Saxo Bank, Gründer und CEO`s Lars Seier Christensen und Kim Fournais heraus, dass dieser Preis der Bank durch professionelle Devisenfachmänner- und -Händler zugesprochen werde, welche die Branche deutlich besser kennen und somit besser handeln als die meisten anderen. Sie seien sehr stolz, dass sie den Preis jetzt schon im bereits dritten Jahr in Folge erhalten konnten. Der stetige Erfolg sei der Beleg für das Engagement, den Kunden kontinuierlich den optimalen Service zu bieten.
Das Erfolgsgeheimnis: die Online Plattform der Saxo Bank, SaxoTrader genannt, offeriert den Anlegern den offenen Zugang zu den Märkten in insgesamt 23 verschiedenen Sprachen. Es gibt Möglichkeiten, Währungen, Devisen, Wertpapieren, Edelmetalle, Optionen, eine Vielfalt von Derivaten inklusive CFD`s und Futures zu handeln und durch die Zusammenfassung der Liquidität von mehr als zwölf Spitzenanbietern hat man als Kunde mit dem SaxoTrader auch Zugriff auf die Liquidität der weltweiten Finanz- und Kapitalmärkte, in Kooperation mit immer aktuellen Marktdaten und äußerst detaillierter und aktuellen Risikoanalysen.
So gelang es der Saxo Bank in den letzten sieben Jahren, die nun im siebten Jahr wieder glücklicher Gewinner der Auszeichnung ist, über 120 White- Label- Partnerschaften mit lizenzierten Finanzinstituten abzuschließen, und ihren Partnern somit die nötige Plattform, und zusätzlich auch eine sehr professionelle und intensive Beratung zur Verfügung zu stellen, die dann mit dem eigenen Namen, der eigenen Marke und auch dem eigenen Layout genutzt werden können. Die Partner müssen dann nur für den Verkauf und die entsprechenden Marketingschritte selbst sorgen, der Hauptteil des Aufwands ist aber durch die vorbereiteten Schritte getan. Erst im vergangen Jahr startete so zum Beispiel die Citi Bank, die als eine der weltweit größten Universalbanken bekannt ist, ihre Devisenhandel- Plattform CitiFX Pro in Zusammenarbeit mit der Saxo Bank und läuft seit dem sehr erfolgreich damit.
Im vergangenen August und September fanden so die Umfragen unter den Lesern und professionellen Devisen Händlern statt, auf denen die Preisvergabe des „FX Week Best Banks Awards“ des Fachmagazins begründet ist. Die auswertende, abschließende und damit endgültige Platzierung errechnet sich aus der Gesamtpunktzahl der für eine Bank verwertbaren Stimmen und zum zweiten noch nach den Anlage- bzw. Unternehmenskunden in der Anzahl. Der Geschäftsführer der Niederlassung der Saxo Bank in den Niederlanden, Albert Maasland, hat die Auszeichnung im Rahmen einer Feierlichkeit am 18. November 2008 im Victoria Plaza Hotel in London entgegen genommen.
Die Börsenaufsicht hat knapp drei Wochen nach dem großen Madoff-Skandal ein neues Schneeballsystem aufgedeckt.
Das Bekannt werden des Falls Madoff vor rund drei Wochen hat am amerikanischen Markt jetzt schon einen neuen Fall der Betrügerei als Folge. Diesmal geht es um ein Volumen, das bei bisher geschätzten 23 Millionen Dollar liegt – damit ist es wohl eher im Bereich der Portokasse zu suchen, vergleicht man mit dem Madoff Fall, der einen Schaden von rund 50 Milliarden Dollar nach sich zog.
Für die einzelnen Betroffenen ist das aber wohl eher unerheblich, denn Verluste sind eben Verluste. Diesmal trifft der Betrug wohl überwiegend Tausende von Investoren, die eine haitianische Abstammung haben. Soviel konnte die Börsenaufsicht am Dienstag in Washington schon einmal veröffentlichen.
Und so ist es diesmal eine Investmentfirma mit dem Namen Creative Capital, die wohl offenbar auch wirklich kreativ mit den Anlagen ihrer Kunden umgegangen ist. Die Ermittler konnten nämlich jetzt schon feststellen, dass seit etwa Mitte November 2007 agiert wurde und Millionenbeträge eingesammelt werden konnten seither. Versprochen war den Anlegern vom möglichen Betrüger eine Verdopplung ihrer Einlagen in einem Zeitraum von rund 90 Tagen. Das sollte durch Aktien- und Optionsgeschäfte erreicht werden.
Leider bekommen die Investoren wohl nun praktisch trotz dieser vollmundigen Versprechungen überhaupt nichts. Die Gewinne sollten übrigens für die Finanzierung neuer Geschäfte genutzt werden. Dazu gehörte dann auch ein Projekt, das für die haitianische Bevölkerungsgruppe in den USA und auch in deren Heimat gedacht sein sollte.
Von den insgesamt 23 Millionen Dollar, die eingesammelt wurden, verlor der vermutliche Betrüger der SEC allerdings dann schon 18 Millionen bei seinen Börsengeschäften. Vier Millionen wurden dann für ihn selbst und seine Familie abgezweigt. Und die Investoren schauten in die sprichwörtlich leere Röhre, denn die bekamen praktisch nichts zurückgezahlt.
Das war auch nicht nötig, denn ein Schneeball-Prinzip funktioniert eben nach dem Format, dass verlorene Summen bzw. versprochene Renditen mit den finanziellen Mittel weiterer Investoren gezahlt werden. Die tatsächlichen Gewinne fallen somit niedrig aus oder sind auch möglicherweise überhaupt nicht mehr vorhanden.
Dass hier wohl kein Investor mehr etwas von seinem Geld sieht, das ist ziemlich klar.
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