Bis zum Jahre 1999 war es noch an einigen Devisenschauplätzen der Fall, dass Devisenkurse durch Ämter kontrolliert und festgesetzt wurden. Ein wichtiger Umstand, wieso diese Kontrollfunktion abgeschafft wurde, war die Einführung des Euro im europäischen Raum. Ebenso betraf diese Anschaffung die Preisnotiz, welche vom Jahr 1999 nur noch als Mengennotiz dargestellt wurde. Dies vereinfachte den Handel der Broker um einiges, da sie von diesem Zeitpunkt an alle Kurse sofort in Tabellen ablesen konnten und aus diesem Grund sofort wussten, wie viel sie für eine bestimmte Währung zu bezahlen hatten. Weitere Auswirkungen hatten die Abschaffungen von amtlichen Regelungen auch im Bereich des direkten Devisenkaufs. So haben Anleger keinen Anspruch mehr auf feste Kurse. All diese Änderungen wirkten sich ungemein positiv auf Forex-Online Anbieter aus, welche, meist als Interbanken, eine enorme Profitsteigerung verzeichnen konnten.
Die meisten Forex Anleger nutzen zwei unterschiedliche Weisen der Investition. Die eine sind Devisenkassageschäfte, welche meist innerhalb von zwei Tagen abgeschlossen werden müssen. Daneben gibt es die Termingeschäfte, welche mindestens zwei Tagen laufen müssen, bevor sie geschlossen werden. Anleger, die Termingeschäfte nutzen, sind darauf bedacht, Kursänderungen nicht innerhalb eines Tages, sondern zum Beispiel innerhalb einer Woche abzuschließen. Diese Herangehensweise dient vor allem der Risikominimierung in Bezug auf die täglichen Schwankungen in Wechselkursen. Schließt man einen Termingeschäft-Vertrag ab, wird der Devisenkurs vertraglich vorgegeben. Betrachtet man die Differenz, welche sich zwischen Termingeschäften und Devisenkassageschäften ergibt, wird ein neuer Begriff sichtbar, der diesen Unterschied ausdrückt. Dies ist der Swapsatz, welcher prozentual ausgedrückt wird.
Ferner kann zwischen den typischen Handlungen am Forex Markt unterschieden werden. Da ja alles aus kaufen oder verkaufen besteht, werden diese Wahlmöglichkeiten auch als Kauf- oder Verkaufsoptionen bezeichnet. Um etwa eine Verkaufsoption in die Tat umzusetzen, benötigt es die andere Seite der Münze, also einen Käufer. Dieser wird in Fachkreisen auch als Stillhalter bezeichnet. Der Käufer verpflichtet sich also mit dem Geschäft, eine gewisse, vom Verkäufer angebotene Summe zu erwerben.
Die meisten Anleger-Neulingen fühlen sich bei dem Gedanken vielleicht noch etwa unwohl, ihr Kapital nämlich über einen längeren Zeitraum zu investieren. Aus diesem Grund eignen sich vor allem Kassageschäfte besonders für Neulinge, da die Option innerhalb von zwei Tagen abgeschlossen wird und der Anleger gleich auf dem neusten Stand über seine finanziellen Verhältnisse und möglichen Gewinne oder Verluste gesetzt wird.
Unter dem Begriff Forex, der auch als Foreign Exchange Market, FX Market, Devisenmarkt oder auch Währungsmarkt bekannt ist, wird der globale Markt verstanden, auf dem die unterschiedlichen Währungen bzw. die auf Währungen laufende Forderungen, die so genannten Devisen, dann gehandelt werden. Der Devisenmarkt, der weltweit stattfindet, ist an keine Börsenort gebunden, er wird durch das Netz der weltweit agierenden Internetbanken konstruiert. Der größte Finanzmarkt der Welt mit einem Tagesumsatz von 1,9 Billionen Dollar ist größer und auch liquider als Futures-, Aktien- und Optionenmärkte zusammen.
Das Wort Forex Trading ist damit die Bezeichnung für den weltweiten Fremdwährungshandel. Das Kurzwort Forex wurde aus den Begriffen Foreign Exchange gebildet und steht letztlich für Devisen.
300 große und international agierende Banken bestimmen durch ein weltweites Netzwerk den Preis einer Währung. Insgesamt ist es neben der großen Liquidität des Forex Marktes ein weiterer Vorteil, dass hier nahezu ununterbrochen gehandelt werden kann.
Insgesamt ist der Forex Markt fast rund um die Uhr geöffnet. An 24 Stunden täglich wird in 5,5 Tagen der Woche lediglich mit einer Unterbrechung von 22 Uhr am Freitag bis 23 Uhr am Sonntag ständig gehandelt. Die Handelszeiten in den wichtigen Finanzzentren der Welt laufen jeweils über 8 bis 9 Stunden.
New York öffnet am Forex Markt um 14 Uhr und schließt wieder um 23 Uhr.
In Tokio wird um 1 Uhr geöffnet und um 10 Uhr wieder geschlossen.
London öffnet um 9 Uhr und schließt den Markt dann um 18 Uhr wieder.
Alle Zeiten sind in der MEZ genannt.
Trotz ganztägiger Öffnung des Marktes gibt es hier immer bestimmte Zeiten, in denen sich deutlich mehr Bewegung als zu anderen Zeiten ergibt und genau hier steigen auch für die Trader die Chancen auf erfolgreiche Transaktionen.
Der Spot Forex Markt ist auch nicht – im Gegensatz zum Handel mit Futures – von Auslaufterminen der unterschiedlichen Kontrahenten abhängig. Und das ist längst nicht der einzige Vorteil dieses Marktes.
Bis zur Mitte der 1990er Jahre war der Handel am Spot Forex Markt allerdings nur mit recht hohen Einstiegssummen möglich. Das führte dazu, dass zu dieser Zeit nur Banken, große Firmen und andere Institutionen an diesem Markt handeln konnten. Somit ist es in den Köpfen vieler Mensch noch immer verankert, dass der Forex Markt nur dann zugänglich ist, wenn über ausreichend Liquidität verfügt wird und so begann der Einstieg von Privathändler am Forex Markt auch sehr zögerlich. Inzwischen haben sich hier die Strukturen verändert und der Handel ist auch mit kleinsten Beträgen möglich. Schon eine Kontoeröffnung mit 200 Dollar macht einen Einstieg in den Handel möglich.
Privathändler können inzwischen einfach und unkompliziert Konten eröffnen und über das Internet verwalten. Forex Kurse werden inzwischen von vielen Unternehmen angeboten und so können sich auch wirklich unerfahrene Trader hier das Basiswissen für das Handeln an einem Markt erlangen, der wirklich jedem zugänglich ist und für alle gleiche Chancen auf Gewinne bietet.
Interessant ist, dass auch große Unternehmen wie Toyota und Nestle zu den Teilnehmern an diesem Markt zählen. Und ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass General Motors als Autokonzern im Jahr 2002 mehr Gewinne im Forex Handel erzielte als mit dem Verkauf ihrer Autos.
Mit dem Online-Forex-Handel ist es möglich auf einer einzigen Banken-Plattform rund um die Uhr mit Devisenprodukten und allen Hauptwährungen zu handeln. Während dem Handel mit Zertifikaten, Futures, Optionsscheinen, Optionen oder ähnlichen Termingeschäften mussten bisher bei den meisten Anbietern Kommissionen oder Börsengebühren entrichtet werden. Mittlerweile existiert jedoch eine große Zahl an Anbietern, welche den Handel ohne alle Gebühren zur Verfügung stellen. Man mag sich vielleicht fragen, ob da nicht irgendwo ein Haken ist oder ähnliche Dinge im Kleingedruckten. Nein! Denn die Anbieter solcher Online-Trading-Systeme ermöglichen das wie folgt: Indem man kostenlose Trader benutzt, handelt man sozusagen direkt am Interbanken-Markt mittels Market Makern auf einer hoch technisierten und ausgereiften Software. Durch diese Tatsache entfallen eben alle möglichen Ticket- oder Maklergebühren. Auf solchen Plattformen werden auch ständig aktuelle Ausführungen angeboten, wie etwa „two-way quotes“, welche die festen An- und Verkaufskurse wiedergeben. Aus diesem Grund ist man immer auf dem Laufenden und braucht sich keine unnötigen Gedanken um schlechte Ausführungen zu machen, wie sie etwa auf der Börse mal vorkommen können. Um sich von den zahlreichen Vorteile solcher Online-Plattformen zu überzeugen, genügt das Abo einer Probeversion. Hier erkennt man sehr schnell eine hohe Liquidität, Transparenz, Schnelligkeit von Transaktionen und die allgemeine Präzision im Handel. Weitere Vorteile des Online-Forex sind die sekundenschnellen Ausführungen von Ordern und die sehr stabile Preissicherheit. In anderen Märkten, etwa der Börse, werden die Preise meist von Brokern gestellt, welche sich nur auf die letzten Handelsdaten beziehen, was ein etwas verzerrtes Bild in der Einschätzung von Kursen und Werten erzeugt. Im Gegensatz zur Börse, werden die Ausführung sofort und direkt ausgestellt, was die oben erwähnte hohe Preissicherheit nach sich zieht. So wird beim Forex mit „Echtzeit-Preisen“ gehandelt, eine direkte Ausführung der Trades ist stets garantiert. Auch können niemals Unterschiede zwischen einem gestellten Kurs und den eigenen Ausführungskursen bestehen. Dazu ist der Markt sehr offen und erlaubt den Handel über alle gewünschten Zeiträume. An Sonntagen, um 17 Uhr New Yorker Zeit, eröffnet die Handelsaktivität in Singapur und im australischen Sydney. Bereits zwei Stunden später, um genau 19 Uhr, wird auch der Handel in Tokio, London, Frankfurt und New York eröffnet. So kann direkt Sonntags auf die aktuellsten Neuigkeiten reagiert werden. Während man etwa auf die Eröffnung des New Yorker Marktes wartet, können man die Informationen nutzen, welche bereits eine kurze Zeit zuvor aus Japan oder England veröffentlicht wurden und gewinnt somit einen kleinen Vorsprung.
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